Archive for August 2007

Brockelbohnen

August 30, 2007

Brockelbohnen spielen in einer Liga mit Möhreneintopf oder Krautgestampften. In der Pfalz bei meiner Schwiegeroma ist das aber ein echtes Sonntagsgericht, zu dem man Falschen Hasen (Hackbraten), paniertes Schnitzel oder Kotlett servieren muss. Auf keinen Fall passen allerdings Leberknödel. Bei uns gab’s natürlich die vegetarische Variante. Übrigens muss man Brockelbohnen vorzugsweise mit diesen breiten grünen Stangenbohnen zubereiten, die ich von daheim gar nicht kenne. Bei uns gibt es nur die dünnen Prinzessbohnen.

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Zutaten:

  • Kartoffeln und grüne Bohnen (ungefähr zu gleichen Teilen, in der Tendenz aber eher mehr Bohnen)
  • Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Muskat und für mich natürlich Maggi (Ich habe wohl zulange im Saarland gelebt. 😉 )

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Bohnen putzen und in kleine Stücke schneiden. In einem Topf mit Salzwasser zusammen ca. 15 Minuten weich kochen. Dann mit einem Kartoffelstampfer durchstampfen. Zwiebel würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl braun werden lassen. Den Bohnen-Kartoffelbrei mit Gewürzen abschmecken und mit Röstzwiebeln servieren.

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Chaosküche unterwegs: Geburtstagsessen

August 30, 2007

Meinen gestrigen Geburtstag haben wir fast schon traditionell – zumindest wie auch schon im vergangenen Jahr – bei unserem Lieblingsitaliener „Arlecchino“ gebührend gefeiert. Dieser Italiener ist einfach klasse, und es ist ratsam, auch unter der Woche abends einen Tisch zu reservieren, da dort immer viel los ist. Das spricht natürlich für die Qualität und das Ambiente.

Begonnen haben wir mit Prosecco zum Anstoßen als Aperitif. Dann gab es gemischte Vorspeisen: Meeresfrüchtesalat, gebratene Augergine und Paprika, Tomate-Mozzarella, Artischocken und überbackene Zucchini, Pilze und Paprika. Da werden wir beim nächsten Mal sicher auch die große Portion nehmen. Dazu hatten wir noch einen gemischten Salat.
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Als Hauptgericht hatte ich Spaghetti mit Meeresfrüchten. Für mich Seafood-Fan ein Gedicht! Dazu gab’s für mich einen sehr spritzigen Pinot Grigio.

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Herr Chaosküche hatte Tagliatelle mit Filetspitzen und Broccoli. Auch sehr lecker, besonders das Fleisch war super zart.

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Zum krönenden Abschluß hatten wir die Dessertvariationen: ein Stück Tiramisu, Pannacotta auf Erdbeerspiegel, Tartufo und Cassata. Dazu gab es dann Espresso und Ramazotti als Digestif.

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Es war ein wirklich sehr schöner Abend, der es mir viel erträglicher gemacht hat, 30 und damit definitiv „alt“ zu werden. 😉

Bananen grillen…

August 29, 2007

Ja, Ihr lest richtig. Wir grillen Bananen. Die Tage haben wir bei dem schönen Sommerwetter auf unserem Balkon noch mal gegrillt: Rumpsteak, Zucchini und Pilze. Sehr lecker, muss ich sagen. Herr Chaosküche hatte einfach wunderbares Fleisch besorgt. Da bei uns gerade noch 3 Bananen übrig waren, die eh bald gegessen werden mussten, haben wir diese einfach zum Nachtisch auf den Grill gelegt und bräunen lassen, bis die Bananen innen schön warm und weich waren.

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Dann kann man die Bananen auf einen Teller legen, in der Mitte längs die Schale aufschneiden und auseinander ziehen. Mit Honig, Nutella, Zimt oder auch Eierlikör oder auch mit Rum flambiert sind diese Grillbananen wirklich ein Gedicht. Die letzten beiden Varianten mussten übrigens gestern leider bei uns in Ermangelung der Zutaten ausfallen.

Roggenkrüstchen

August 28, 2007

Ich habe mal wieder meinen Sauerteig aktiviert und Roggenbrot gebacken. Das Rezept ist das von meinem ersten Sauerteig-Experiment. So schmeckt mir das Brot einfach am besten, sogar besser als vom richtigen Bäcker. Daher mache ich mir gern die Mühe, selbst zu backen. Diesmal habe ich das Brot übrigens für die Optik mit Gries bestreut, wieich es kürzlich mal bei Ulrike gesehen hatte. Da der Teig sehr weich war, habe ich ihn in einer kleinen Kastenform gebacken.

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Außerdem habe ich aus einem Teil des Teigs Roggenbrötchen gebacken. Auch diese sind mit Gries bestreut. Ich nenne sie Roggenkrüstchen, da sie eine recht furchige Oberfläche haben. Zum Frühstück am Wochenende waren sie super, auch viel besser als die von meinem Bäcker gegenüber.

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Fundsachen: Grünkohl

August 27, 2007

Neulich habe ich ein vergessenes Paket Grünkohl im Gefrierschrank im Keller gefunden. Das muss wohl vom vergangenen Winter übrig geblieben sein. Was also damit machen?

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Irgendwo in den Tiefen des Webs war mir dann ein Rezept für Nudeln mit Grünkohl begegnet. Das musste probiert werden…!

Ich habe den Grünkohl also genauso gemacht, wie wenn ich Nudeln mit Spinat mache: Gewürfelte Zwiebeln andünsten, dann den Grünkohl dazu und ca. 30 Minuten mit etwas Salzwasser köcheln lassen. Gewürzt habe ich ihn dann mit Salz, Pfeffer und Muskat. Dazu gab es einfach Vollkornspaghetti.

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Herrn Chaosküche hat’s gut geschmeckt. Er meinte, er könne Nudeln mit Grünkohl sogar ab und zu mal essen. Ich fand die Kombination eher seltsam. Zu Grünkohl gehören für mich einfach Kartoffeln, Kassler und Winter. Ende August bei sommerlichen 28 Grad war Grünkohl einfach nichts für mich. Ich habe dann meine Nudeln mit Zigeunersoße gegessen. 😉

Rocking Girl Blogger

August 26, 2007

Ich freue mich riesig! Nach noch nicht mal einem Jahr als Kochbloggerin bin ich nomiert worden als „Rocking Girl Blogger“. Vielen Dank an Sammelhamster für diese Auszeichnung. Sie nomiert mich, weil hier immer alles so schön unkompliziert ist. Ich finde, das ist ein tolles Kompliment.

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Losgetreten wurde diese Aktion von Roberta und scheint nun durch die weibliche Bloggerwelt zu grassieren. Mitmachen ist ganz einfach: Wenn es ein Blog gibt, das von einer Frau geschrieben wird und das man gern liest, dann verleiht man dieser Bloggerin den Titel „Rocking Girl Blogger“ „…to let her know, that she rocks.“

Ich gebe den Titel „Rockin Girl Blogger“ weiter an:

  • Sheepy – weil ich Deinen Humor im Umgang mit den alltäglichen Widrigkeiten des Lebens klasse finde und weil Dein Blog mich zum Bloggen inspiriert hat

Jetzt ist Herbst: Kürbissuppe

August 26, 2007

Diese Woche habe ich das erste Mal in diesem Jahr, Hokkaido-Kürbisse im Angebot gesehen und natürlich auch einen mitheimgenommen. Der Hokkaidokürbis ist mein Lieblingskürbis, da man ihn mit Schlade kochen kann und er einen sehr vollen nussigen Geschmack hat. Neben Kürbiscurry koche ich daraus gern Kürbissuppe. Dafür entferne ich die Kerne aus dem Kürbis, schneide ihn in Würfel und koche die Kürbiswürfel in Salzwasser oder Brühe weich. Dann evtl etwas Wasser abgießen und den Kürbis pürieren. Würzen kann man dann mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat. Ich mag dazu gern auch noch etwas Zimt oder Nelken. Alternativ geht auch Curry, Ingwer oder Koriander, ganz nach eigenem Belieben. So hat die Kürbissuppe übrigens keine WW-Punkte. Wegen der guten Fette und natürlich auch wegen des Geschmacks gebe ich aber gern noch etwas Olivenöl (oder Kürbiskernöl) hinzu. Sahne oder ähnliches ist meiner Meinung nach beim Hokkaido gar nicht nötig. Er schmeckt auch so gut genug. Hier habe ich übrigens einige Sprossen aus unserem Sprossengewächshaus auf der Fensterbank oben drauf gegeben. Auch sehr lecker!

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Sonntagsfrühstück: Omlette oder fast eine Tortilla

August 26, 2007

Heute morgen, oder vllt besser heute Mittag ;-), haben wir mal wieder eins unserer wunderbaren Sonntagsfrühstücke zelebriert. Herr Chaosküche hat Omlette gemacht, weil er bei Eiern und Bratkartoffeln einfach ein viel besseres Händchen hat als ich. Nach einer Durchsicht unserer Vorräte gab es heute Omlette mit Zucchini und Kartoffelnwürfeln, also fast schon eine spanische Tortilla.

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EDIT: Herr Chaosküche nennt es „Afrika“. Warum wohl?

Zutaten (für 2 Portionen á 5,5 Punkte):

  • 4 Eier
  • 2 mittelgroße Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Öl

Zubereitung:

Zwiebeln, Kartoffeln und Zucchini kleinschneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, dann Kartoffeln zuerst hineingeben, damit sie gar werden. Nach einer Weile die Zwiebel und die Zucchini zugeben und bissfest dünsten. Eier mit Salz, Pfeffer und Paprika verquirlen und in die Pfanne gießen. Wenn das Ei etwas gestockt ist, wenden.

Mit Zigeunersoße, die vom gestrigen Grillen übrig war, getoastem selbstgebackenen Roggenbrot, Tomaten und roten Beten aus dem Glas ein wunderbares Sonntagsfrühstück.

Asia-Suppe mit Fischklößchen

August 24, 2007

Schon seit einiger Zeit stehe ich sehr auf asiatische Suppen mit Reisnudeln oder Mienudeln. Ganz besonders haben es mir aber diese tiefgefrorenen Fischbällchen angetan, die es im Asialaden gibt. Aus was für Fisch sie gemacht sind und wie sie hergestellt werden, weiß ich gar nicht so genau. Vielleicht will man das auch gar nicht so genau wissen. In einer asiatischen Suppe oder angebraten zu einer asiatischen Gemüsepfanne finde ich sie super lecker.

Für diese Suppe habe ich Zwiebeln und Möhren angebraten und in Gemüsebrühe weichgekocht. Dann habe ich Instant-Mienudeln und eben jene Fischbällchen dazugegeben und beides kurz ziehen lassen. Meine Suppen würze ich normalerweise mit Sojasauce, grüner Thaicurrypaste, Ingwer und Koriander. Alternativ kann man auch Suppengemüse oder anderes TK-Gemüse verwenden, wenn es schnell gehen muss. Anstelle von Mienudeln kann man auch Reis oder Reisnudeln verwenden. Essen muss man die Suppe dann natürlich stilecht mit Stäbchen. 🙂

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Weizenmischbrot (mit Roggensauerteig)

August 23, 2007

… oder Sauerteig, die Zweite. Nach meinem geglückten Sauerteig-Experiment habe ich einen Rest meines Sauerteigs in einem Glas im Kühlschrank aufgehoben. Diesen habe ich nun wieder aktiviert, indem ich 100 g Roggenmehl und 100 ml Wasser untergerührt habe. Dann habe ich diesen einen Tag stehen lassen und noch einmal 150 g Roggenmehl und 150 ml Wasser untergerührt habe. Nach einer weiteren Nacht hatte ich so 500g backfertigen Sauerteig für ein weiteres Sauerteig-Experiment-Brot. Einen Rest des Sauerteigs habe übrigens wieder im Kühlschrank aufgehoben. Diesmal habe ich aber kein reines Roggenbrot gebacken, sondern was die Hälfte Weizenmehl 550 verwendet. Das Brot ist so viel heller und leichter als das vorherige. Mir schmeckt das reine Roggenbrot besser, auch wenn dieses Brot ebenfalls sehr gelungen ist. Aber für meinen Freund, der eher auf fluffige Brot steht, wird dieses Brot sehr gut schmecken, denke ich.

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Zutaten:

  • 500g backfertiger Roggensauerteig
  • 450 g Weizenmehl 550
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 150 ml Wasser

Zubereitung:

Zutaten zu einem elastischen Teig verkneten. Wenn der Teig zu klebrig ist, noch Mehl, wenn er zu trocken ist, noch Wasser dazugeben. An einem warmen Ort solange gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat. Bei mir waren das 2 1/2 Stunden. Sauerteigbrot ohne Hefe braucht einfach Zeit. Dann bei 200 Grag 50 Minuten backen. Das Brot ist fertig, wenn es beim Daraufklopfen hohl klingt.