Archive for Dezember 2006

Das Weihnachtsbaum-Projekt

Dezember 24, 2006

christbaum-2006 „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein helles Licht, und über denen, die im Dunklen wohnen, leuchtet es hell.“ Jesaja 9,1

Da ich dieses Jahr zum ersten Mal am Heiligabend in meiner eigenen Wohnung bin, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe ergriffen und mir den Wunsch erfüllt, den ich schon ganz lange hatte: einen eigenen Weihnachtsbaum! Allerdings war das gar nicht so einfach, und es gab einige Hürden zu überwinden, bis mein Baum so wie jetzt in unserem Wohnzimmer steht.

Zunächst einmal die Beschaffung des Baums: Wo kauft man so etwas denn? Bisher hatte ich zu Hause immer ein oder zwei Tage vor Weihnachten einen Baum direkt im Wald geschlagen. Das scheint es hier, obwohl es viel mehr Wald gibt, aber nicht zu geben. Also bin ich am dritten Adventssamstag losgezogen, nachdem ich mein Auto zu einem Tannenbaumtransporter (umgeklappte Rückbank und ein Nadelschutz aus einem alten Wachstuch) umgerüstet hatte. Beim ersten Christbaum-Center, ein Verschlag mitten auf einer Wiese übrigens ;-), wurde ich nicht fündig. Es ist ziemlich schwer, sich bei so vielen Bäumen für den schönsten zu entscheiden, muss ich sagen. Wie schwer ist das erst, wenn man sich auch noch mit jemandem anderen einigen muss, habe ich mich gefragt. Dann bin ich zum Forsthaus gefahren, wo es auch Bäume gab. Dort habe ich dann eine schöne 1,80 m große, schlanke Nordmanntanne gefunden. „Abies nordmanniana“, wie mich der Förster aufklärte. Als ich den Preis hörte, habe ich noch gedacht: „Ich will doch gar nicht den ganzen Wald kaufen.“ Aber es half ja alles nichts, mir gefiel dieser Baum, also habe ich ihn mitgenommen.

Beim Christbaumständer habe ich dann allerdings ein ziemliches Schnäppchen gemacht, denn Anfang der Woche gab’s im Woolworth Weihnachtsartikel schon 50% reduziert. Mit Licherketten hat mich der Nikolaus freundlichst bedacht. Für den Schmuck wollte ich eigentlich nur selbstgemachte Fröbelsterne verwenden. Ich habe dann aber schon ziemlich bald feststellen müssen, dass so ein Fröbelstern zwar klasse aussieht, aber das das Basteln doch ziemlich lange dauert, zumal dann, wenn man feinmotorisch eher unbegabt ist. 😉 Am Ende bin ich aber auf fast 30 kleine rote, weisse und rot-weisse Fröbelsterne gekommen, die sich am Baum super machen. Bei IKEA habe ich dann noch eine Erstausstattung für einen Weihnachtsbaum erstanden: 10 kleine Weihnachtswichtel und eine große Box mit roten glänzenden und matten Kugeln, Herzen, Sternen und Co.

Gestern Abend haben wir den Baum dann vom Balkon hereingeholt, wo er im Netz die letzte Woche verbracht hat. Das Aufstellen war mit dem Patent-Seilzugständer gar kein Problem. Das Anbringen der Minilichter war hingegen ein etwas größeres, da es dabei ja die Kabel- und Ast-Constraints verhindern, dass man die Licher gleichmässig verteilt. Ausserdem war das reichlich schwierig, die Schlaufen der Minilichter um die Äste zu tüdeln. Das Schmücken ging dann wieder besser voran, so dass ich jetzt einen schönen geschmückten Weihnachtsbaum in meinem Wohnzimmer stehen habe. Ich muss sagen, ich bin ziemlich stolz drauf. Sogar mein Freund, der dem ganzen Weihnachtsgedöns eher skeptisch gegenüber steht, scheint der Baum ein wenig zu gefallen. 🙂 Heute morgen habe ich auch erst eine Nadel unter dem Baum gefunden, so dass ich hoffe, dass uns der Baum wirklich bis zum 6. Januar erhalten bleibt.

Und hier ist das Prachtexemplar, einmal in hell…

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und einmal in dunkel…

baum_dunkel

In diesem Sinne Euch allen frohe und gesegnete Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr! Hier geht’s übrigens zu Zorra’s Weihnachtsbaum-Galerie.
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Apple Cobbler reloaded…!

Dezember 19, 2006

Meiner Mutter hat das Apple Cobbler Rezept von neulich gut gefallen. Daher hat sie beschlossen, mit ihrer Schulklasse nicht wie in jedem Jahr vor Weihnachten, Plätzchen zu backen, sondern Apple Cobbler nach meinem Rezept. Das hat mich ganz besonders gefreut, weil ich mir das Rezept weitesgehend selbst ausgedacht hatte und nur Anregungen aus dem Web genommen habe. Zum Apple Cobbler gab es Vanillesosse und Schlagsahne. Die Backstunde hat gut geklappt. Der Apple Cobbler scheint allen Kindern geschmeckt zu haben. Allerdings sollte man mehr Teig nehmen, je größer die zu überdeckende Fläche ist.

So liest sich das Rezept in den Worten einer Schülerin, denn natürlich muss man das Leckere auch gleich mit dem Nützlichen verbinden und üben, eine Vorgangsbeschreibung zu schreiben. 😉

“ Zuerst schäle ich die Äpfel. Dann entferne ich das Kerngehäuse. Nun schneide ich sie in mundgerechte Stücke. Ich beträufele sie mit Zitronensaft, nachdem ich sie in die Auflauform gegeben habe. Über die Apfelstücke tue ich Zucker, Rosinen, Nüsse, und Zimt. Ich mache einen Teig mit diesen Zutaten: Mehl, Zucker, Salz, Backpulver, Milch und geschmolzene Butter. Nachdem ich sie mit dem Schneebesen verrührt habe, kippe ich den Teig über die Äpfel und backe alles bis es goldbraun ist.

Und das sind die Ergebnisse der Backstunde:

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Sehr gelungen, wie ich finde! Vielen Dank für die Fotos und den Text.
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Kulinarischer Adventskalender Tag 12: Erdbeer-Vanille-Haferflocken-Makronen

Dezember 12, 2006

Kulinarischer Adventskalender - 12

Heute gibt’s im kulinarischen Adventskalender ein leichtes Plätzchen-Rezept für die Punktezähler unter uns. Hier hat nämlich jede Makrone einen halben Punkt. Daher lassen sie sich sehr gut in den Tagesplan einfügen. Und ausserdem sind die Makronen super lecker und leicht und schnell herzustellen. Allerdings sollte man die Makronen schnell verzehren, denn sonst tendieren sie dazu, klebrig und „knatschig“ zu werden. Ich mag das aber auch sehr gerne. 😉 Übrigens kann man das Rezept auch mit beliebiger anderes Marmelade herstellen oder sicher auch mit gehackten Nüssen, Mandeln, Schokolade, Kakao oder Gewürzen variiieren. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Vielen Dank an Zorra für die Organisation dieses kulinarischen Adventskalenders. Diesmal gibt es einen kleinen Wettbewerb am Ende, bei dem man auch etwas Schönes gewinnen kann. Daher lohnt es sich, aufmerksam zu lesen.

Die Erdbeer-Vanille-Haferflocken-Makronen

Zutaten (für ca. 20 Stück)

50g zarte Haferflocken
2 Eiweiß
80g Zucker
einige Tropfen Zitronensaft
6 TL Erdeer-Vanille-Marmelade
20 Backoblaten
1 EL grobe Haferflocken

Zubereitung:

1. Die feinen Haferflocken in einer Pfanne fettfrei rösten und auskühlen lassen.
2. Eiweiß steif schlagen und nach und nach Zucker und Zitronensaft hinzugeben und schlagen, bis die Masse glänzt. Dann die Marmelade und Haferflocken untermischen.
3. Backoblaten auf einem Backblech verteilen und mit 2 Teelöffeln Häufchen darauf setzen und mit groben Haferflocken bestreuen.
4. Im vorgeheizten Backofen bei 150°C ungefähr 30 Minuten backen. Nach dem Auskühlen die überstehenden Oblatenränder abbrechen.

Und so sah’s bei mir aus:

makronen

Die Chaosküche wünscht Euch allen frohe und gesegnete Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2007!
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Kunst

Dezember 10, 2006

Diese Wochenende habe ich mal nicht so viel gekocht, sondern stattdessen Kunst gemacht. Überhaupt verbringe ich gerade eher weniger Zeit in der Küche, ausser dass ich amDonnerstag ein Bananenbrot gebacken habe, was aber dringender Wiederholung bedarf, da es zwar sehr lecker war, aber nicht sonderlich nach Banane geschmeckt hat.

Dieses Wochenden habe ich mich also an Acrylmalerei versucht, und das sind die Ergebnisse:

„Studie in Rot und Blau“ (13 x 18 cm)

rotblau

„Studie in Gelb und Grün“ (13 x 18 cm)

gelbgruen

„Dallas“ (20 x 50 cm)

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Comments anyone?
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Apple Cobbler

Dezember 3, 2006

Bei unserem Urlaub in Texas habe ich zwei Mal Apple Cobbler in unterschiedlichen Varianten zum Nachtisch gegessen, und es hat mich echt begeistert. Ein Cobbler scheint ein echt traditionelles Nachtischgericht in Texas zu sein und ist eine Art umgedrehter Apfelkuchen, bei dem unten die Äpfel und obendrauf der Teig kommt. Weil mir das ganze so gut gefallen hat, habe ich mich vorhin mal an meine eigene Variante gemacht. Das Rezept reicht gut für 2 Portionen und eine kleinere Auflaufform.

Zutaten für die Obstfüllung:
4-5 säuerliche Äpfel (ich hatte Braeburn)
1 EL brauner Zucker
etwas Zitonensaft
Gewürze nach Geschmack (Zimt, Nelken, Vanille, … ich habe Spekulatiusgewürz und etwas Vanillezucker verwendet)
Rosinen und Nüsse nach Geschmack (habe ich weggelassen)

Die Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden, mit etwas Zitronensaft beträufeln. Die Apfelstücke mit Gewürzen, Zucker und ggf. weiteren Zutaten in eine kleinere Auflaufform geben. Sicher kann man aber auch anderes Obst, z.B. Pflaumen, Pfirsiche o.ä. verwenden.

Zutaten für den Teig:
75 g Mehl
35 g brauner Zucker
1/2 TL Salz
1 TL Backpulver
65 ml Milch
35 g geschmolzene Butter/Margerine

Die Zutaten für den Teig mischen und zu einem flüssigen Teig verrühren, dann über das Obst in der Auflaufform geben. Das ganze bei 175 Grad ca. 50 Minuten im Backofen backen, bis es goldbraun ist. Dann noch warm geniessen. Dazu passt Eis, Vanillesosse oder Schlagsahne.

So sah mein Cobbler aus (leider etwas dunkel und unscharf)…

cobbler

… und so auf dem Teller:

cobbler_teller

Es war nicht ganz so, wie der Cobbler im Hiton, aber sehr, sehr lecker und ein super Kuchen zum ersten Adventskaffee. Ich werde das Rezept sicher auch noch mal mit anderem Obst probieren, und es hat ganz sicher das Potential zu einem Lieblingsnachtisch. Ein wenig erinnert es mich übrigens an Apple Crumble, das ich oft in England gegessen habe. Die Kruste auf einem Crumble ist aber etwas krosser als die auf dem Cobbler.
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