Archive for Oktober 2006

Kochduell – 1. Runde

Oktober 29, 2006

Gestern Abend haben wir mit einem befreundeten Paar ein Kochduell veranstaltet. Die Regeln waren wie folgt:

  • Ein Paar kauft ein, das andere Paar muss mit den Zutaten ein Essen bestehend aus mind. Hauptgang und Dessert kochen.
  • Jede eingekaufte Zutat muss verwendet werden. Es darf ausser den eingekauften Zutaten nur Gewürze, Essig, Öl und Dinge verwendet werden, die sonst in der Küche vorhanden sind, und nicht besonders für ein Essen gekauft werden, z.B. Eier, Kaffee, Rum, Knoblauch…
  • Der Einkauf beträgt 5 Euro pro Person. Das Essen für eine Person darf am Ende nicht mehr als 10 WW-Punkte haben.

Mitgebracht wurde uns dieser Korb:

foodbox

Darin waren:

  • eine Ananas
  • eine Dose Sauerkraut
  • Hühnerbrustfilets
  • rote Zwiebeln
  • Frühlingszwiebeln
  • Romana-Salatherzen
  • eine Gurke
  • Möhren
  • frisches Basilikum
  • Speckwürfel
  • 2 Dosen Pizzatomaten
  • geriebener Käse
  • Joghurt
  • Quark
  • getrocknete Tomaten
  • 2 Eimer fertiger Reibekuchenteig
  • eine Rüte Mini-Zweiback
  • Limetten

Eine echter Herausforderung! Aber nach ca. 90 Minuten gab es folgendes Menü…

Als Vorsuppe eine Tomaten-Käsecremesuppe mit Basilikum und roten Zwiebeln. Dazu wurden die roten Zwiebeln gewürfelt und mit etwas Öl und Knoblauch angedünstet. Das wurde dann mit den Pizzatomaten angegossen und mit Basilikum und ein wenig Raspelkäse püriert. Die Suppe wurde dann mit Salz, Pfeffer, Paprika und Zimt abgeschmeckt.

tisch_tomatensuppe

Als Zwischengang: Rohkost-Carpaccio „Tropical“. Möhren und Gurke wurden geschält, die Ananas „geschlachtet“ und feingeraspelt. (Memo an mich: Ananas lässt sich nicht feinraspeln, sondern wird dann eher gepresst). Der Salat wurde dann mit Limettensaft und Salz und Pfeffer abgeschmeckt und auf Romana-Salatblättern serviert.

rohkost

Als Hautpgang: Hähnchenspiesse „Tandoori“ an Sauerkraut-Rösti-Gratin

Dazu wurden die Hähnchenbrustfilets auf Holzspiesse gesteckt und in einer Marinade aus Joghurt, getrockneten Tomaten, kleingeschnittenen Frühlingszwiebeln, Salz, Pfeffer, Paprika und einer Prise Cayenne-Pfeffer etwas eine Stunde eingelegt. Dann wurden die Spiesse bei 3/4 Hitze in der Grillpfanne mit 1 TL Öl gebraten.

haehnchenspiesse

Für das Sauerkraut-Rösti-Gratin wurde der fertige Reibekuchenteig mit Sauerkraut und kleingewürfelter roter Zwiebel und Speckwürfeln gemischt. Dazu kam ein Ei. Der Teig wurde mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt und in einer Auflaufform bei 200 Grad solange gebacken, bis er oben eine leichte goldbraune Kruste hatte.

sauerkrautauflauf

Als krönenden Abschluss gab es zum Dessert ein Zweiback-Triamisudo an Ananasfilet. Dazu wurden die Mini-Zwiebäcke in eine Auflaufform gelegt und mit Espresso und einem Schuss Rum beträufelt. Darauf kam Quark, der mit Mineralwasser glattgerührt und mit Vanille-Süßstoff gesüsst war. Oben drauf wurde zur Dekoration eine Mischung aus Kakao und Zwiebackbröseln gegeben. Das ganze wurde dann im Kühlschrank kaltgestellt. Dazu wurden die Filets einer halben Ananas serviert.

Insegesamt hatte das ganze Essen läppische 9,5 Punkte pro Person und wir einen wunderbaren und sehr genussvollen Abend. Nächstes Wochenende gibt es die Rückrunde. Ich überlege jetzt schon, was wir für 20 Euro einkaufen können, was 40 Punkte insgesamt nicht überschreitet und ein weiteres kulinarisches Highlight verspricht. Stay tuned….!
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Zwiebelkuchen

Oktober 29, 2006

Zwiebelkuchen ist in der Pfalz und natürlich auch anderswo das traditionelle Essen zu neuem Wein.

Zutaten für den Hefeteig:
330 g Mehl
1 Pack Trockenhefe
1 TL Olivenöl
Salz
Wasser

Zubereitung Hefeteig:
Aus den Zutaten für den Teig einen geschmeidigen Teig kneten und ca. eine halbe Stunde gehen lassen, dann auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech ausrollen und noch einmal 20-30 Minuten gehen lassen. Dann kurz (ca. 7-10 Minuten) bei 160 Grad Ober-Unter-Hitze vorbacken, damit der Teig durch den Belag nicht durchweicht.

Zutaten für den Belag/Guss:
jede Menge Zwiebeln (vllt 1 kg, Menge geht aber eher nach Gefühl)
1 TL Öl
1 Becher saure Sahne
1 Ei
Speckwürfel
Kümmel

Zubereitung Belag.
Die Zwiebeln mit 1 TL Öl glasig dünsten und dann auf dem Boden verteilen. Saure Sahne mit dem Ei verrühren und mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat abschmecken. Diesen Guss auf dem Boden und den Zwiebeln verteilen. Zum Abschluss noch Speckwürfel und Kümmel darüber geben und bei 200 Grad Ober-Unterhitze ca. 30 Minuten backen, bis der Zwiebelkuchen goldbraun ist.

So sah’s dann am Ende aus: (Übriggeblieben ist übrigens nichts!)
zwiebelkuchen

Als Aperitif gab’s einen ein Miniaturpernod und danach jede Menge neuen Wein, der mir aber am Folgetag einen wunderbaren „hang-over“ bescherte. 😉
minipernod
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Sternencreme oder Desserts für Verliebte

Oktober 29, 2006

Ein Dessert für meinen Liebsten: Man nehme ein Päckchen Dr. Oetker Paradiescreme des Jahres Kokos mit Schokosplittern und bereite diese nach Packungsleitung zu. Ich nehme aber lieber 1,5%ig Milch als Vollmilch. Dann gebe man die fertige Creme in eine Schüssel. Ich habe das ganze dann mit ChocoPopps und Kakao verziert und heraus kam die Sternencreme als Antwort auf die Schoko-Herz-Creme, mit der er mich neulich überrascht hat. Schoko-Herz-Creme ist das Natreen-Schokocremedessert nach Packungsanweisung zubereitet und dann mit einem Herz aus ChocoPopps verziert.

sterncreme

Ganz besonders gut ist die Natreen Schokocreme auch als SchokoMaronen-Creme. Dazu nimmt man eine oder 2 Hände Maronen, kocht und schält diese. Dann zerhackt man sie in der Küchenmaschine und mischt die gehackten Maronen unter die Schokocreme. Dazu kommt dann noch ein Schuss Rum und der „Diät-Pudding“ ist gar nicht wiederzuerkennen. Leider gibt’s davon kein Bild, weil einfach keiner mehr ans Fotographieren gedacht hat beim Schlemmen.
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Maronenmarmelade

Oktober 29, 2006

Blog-Event XVIII: Kastanien/Maronen

Das Rezept geht von 5 Gläsern à 250 g aus. Ich hatte nur noch 2 Hände voll Kastanien übrig und habe daher die anderen Zutaten auch verringert. Daher wurde es am Ende nur ein halbvolles kleines glas, aber trotzdem super suess, kastanig und lecker. 🙂 Die Kastanienmarmelade schmeckt als Brotaufstrich, zu Pfannkuchen, zu Desserts besonders zu Schokoladendesserts und ist auch zur Garnierung der Weihnachtsgans geeignet. Das Rezept habe ich bei Chefkoch.de gefunden und abgewandelt.

Maronenmarmelade im Topf:
maronen_topf

Das Glas:
maronen_glas

Zutaten:
1,5 kg Marone(n), Esskastanien, mit Schale gewogen
400 ml Wasser
750 g Zucker (ich habe braunen Rohrzucker benutzt, da der gerade greifbar war)

Zubereitung:
Mit einem scharfen Messer die flache Seite der Kastanien kreuzförmig einritzen, ohne die darunter liegende Haut zu verletzen.In einen großen Topf mit kochendem Wasser geben, aufkochen lassen und offen (wichtig!) weitere 7 Minuten sprudelnd kochen. Den Topf vom Herd nehmen und jeweils 2-3 Kastanien herausnehmen und die Schale so wie die braune Haut gründlich entfernen, solange sie noch warm sind. Die geschälten Kastanien in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben.

Wenn alle Kastanien geschält sind, abtropfen lassen und wieder in einen großen Topf mit kochendem Wasser geben.Wieder aufkochen lassen und weitere 7 Minuten kochen, um die Kastanien vom Tannin zu befreien. Unter kaltem Wasser abwaschen und abtropfen lassen. Die Kastanien mit Moulinette oder Zauberstab oder ähnlichem zu einem feinen Mus pürieren. (Bei mir sind Stücke übrig geblieben, die ich aber sehr aromatisch finde.)

Den Zucker mit 400 ml Wasser in einem großen Topf geben, bei leichter Hitze aufsetzen und solange rühren, bis der Zucker sich gelöst hat. Einkochen, bis Blasen an die Oberfläche steigen. Das Kastanienmus dazugeben und das Ganze unter ständigem Rühren ca. 15 – 20 Minuten bei starker Hitze kochen lassen. In die vorbereiteten Gläser füllen und verschließen.
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Kürbis-Dinkel-Vollkorn-Brot

Oktober 29, 2006

Garten-Koch-Event Kürbis
Zutaten
500g Dinkel
1 Päckchen Trockenhefe
1 Prise Salz
300-350g Hokaido Kürbis
1-2 TL Öl

Anleitung

Den Kürbis in Stücke schneiden und in wenig Wasser gar kochen. Anschließend die Flüssigkeit abgießen und das Kürbisfleisch pürieren.

Dinkel fein mahlen. Das Dinkelmehl mit Trockenhefe, Kürbisfleisch und Salz vermischen. Nach Belieben noch 1-2 TL Öl (ich habe Leinöl genommen) dazugeben. Wenn der Teig zu fest ist, noch lauwarmes Wasser dazugeben.

Ungefähr eine halbe Stunde gehen lassen und hinterher in eine Kastenform füllen, nochmals gehen lassen.

Bei 200 Grad Ober-Unterhitze ca. 45 Minuten backen, bis das Brot hohl klingt.

Das Ergebnis

Im Ganzen

Aufgeschnitten

kuerbisbrot
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Garten-Koch-Event Kürbis

Oktober 11, 2006

Garten-Koch-Event Kürbis

Jetzt sollte mir dazu noch was Schönes einfallen, ansonsten schicke ich mein Kürbis-Dinkel-Vollkornbrot ins Rennen oder gebackenen Kürbis. Mal schauen! Auf jeden Fall habe ich gelernt, dass man lieber einen kleinen Hokkaido-Kürbis nimmt für Kürbissuppe als einen großen Halloween-Kürbis, weil der Hokkaido viel aromatischer ist und man deshalb weder Kartoffeln noch Sahne braucht, um eine tolle sämige Suppe hinzubekommen.
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Food from outer space – Mehlpüt

Oktober 11, 2006

Sieht aus wie eine fliegende Untertasse, ist aber ein traditionelles ostfriesisches Gericht. Die Antwort der Ostfriesen auf die Dampfnudel. 🙂

Blog-Event XVII: Oktoberfest

Und mein Beitrag zum Blog-Koch-Event „Oktoberfest“, denn dort gibt’s ja sicher auch Dampfnudeln, Germknödel oder Artverwandtes.

In Gänze …
mehlpuet1

… und angeschnitten…!

melpuet2

Rezept: (der ganze Teig hat 17 Punkte)

Zutaten: 260g Mehl, 1/2 Tüte Trockenhefe, 1 Ei, 1 Prise Zucker, 180 ml Milch, 1 TL Halbfettmargerine, 1 Prise Salz

Zubereitung:
Zutaten in eine Schüssel geben und den Teig gut kneten werden. Zum Aufgehen (ca. 60 Minuten) wird der Teig auf ein bemehltes Tuch an einen warmen Ort gelegt. In der Zwischenzeit wird in einem Topf Wasser zum Kochen gebracht. Der aufgegangene Teig wird mit dem Tuch unter den Topfdeckel gehängt und eine 3/4 Stunde über dem Wasser im Dampf gekocht.
Wichtig: Der Teig darf nicht im Wasser hängen und man muß aufpassen, dass das Wasser nicht verkocht. Den Mehlpütt isst man warm, mit Vanillezucker und Birnenkompott.
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Mistkratzerli

Oktober 1, 2006

Gestern haben wir meinen neuen Römertopf getestet. Hier liegt der in der Badewanne zum Wässern:

Und das ist das Huhn, dem es gleich an den Kragen geht…

Das Rezept:
Zutaten:
2 kleine Bratküken oder 1 Brathähnchen
1⁄2 Zitrone
100g durchwachsenen Speck ( in kleine Würfel geschnitten)
8 mittelgroße Zwiebeln (in Ringe schneiden)
750 g Möhren ( in Scheiben schneiden)
750 g Kartoffeln (in Würfel schneiden)
Salz, Pfeffer, etwas Rosmarin
1 Esslöffel Öl
1 Lorbeerblatt

Zubereitung:
Das Hähnchen waschen, abtrocknen, mit etwas Zitronensaft einreiben und ziehen lassen. Später trocken tupfen, innen und außen salzen und pfeffern und innen mit zerriebenem Rosmarin bestreuen. Speckwürfel in heißem Öl bräunen, aus dem Bräter nehmen. Das Hähnchen im Speckfett rundum gut anbraten, ebenfalls herausnehmen. Zwiebelringe, Möhrenscheiben und Kartoffelwürfel in den Bräter geben und fünf Minuten unter ständigem Rühren erhitzen. Das Gemüse in den gut gewässerten Tontopf geben und die Küken bzw. das Hähnchen darauf legen. Speck und Lorbeerblattstückchen dazwischen verteilen und den Topf verschließen.
Im Backofen bei ca. 220 Grad etwa 90 Min. braten. Zehn Minuten vor Ende der Garzeit den Topfdeckel herunter nehmen.

Wir haben auf den Speck und das Anbraten des Huhn verzichtet. Das Ergebnis war toll!huhn_fertig
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