Labskaus

Gestern Abend hatten wir eine echte Premiere. Es gab Labskaus, ein Gericht meiner Kindheit, das ich damals nie gern gegessen habe und seitdem auch nicht wieder. Neulich gab es aber in unserem Lieblingsdiscounter Corned Beef im Angebot, so dass wir eine Dose im Vorratsraum hatten. Da Labskaus zwar nicht ganz ein echt ostfriersisches, aber ein norddeutsches Gericht ist, musste ich es aber wenigstens mal ausprobieren. Hier öffnet Herr Chaosküche zunächst einmal die Dose. Ich muss sagen, dass es mit dem Fett außendrum eher kein so appetitlicher Anblick war.

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Für Labskaus, so wie ich es kenne, wird das Corned Beef mit gekochten Kartoffeln und angedünsteten Zwiebeln zu einem Brei gestampft. Hier seht Ihr es im Topf.

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Manche stampfen auch gleich Fisch, eingelegte Rote Bete oder Essiggurken mit hinein. Ich kenne das jedoch als Beilage. Hier ist also das fertige Labskaus mit roten Beten, sauren Gurken und einem Heringsröllchen. Eigentlich gehört noch ein Spiegelei dazu, aber darauf haben wir mal verzichtet. Uns beiden hat das Labskaus wirklich sehr gut geschmeckt. Das kann es nun bei uns ruhig auch öfter geben. Für mich war es ein Geschmack nach Kindheit. :-)

labskausteller.jpg

Labskaus

Zutaten für 2 Portionen:

  • ca. 500 gr Kartoffeln
  • 200 gr Corned Beef
  • 1 Zwiebel
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • etwas Öl
  • etwas heißes Wasser

Zubereitung:

Kartoffeln schälen und kochen. Zwiebel würfeln und in etwas Öl glasig dünsten. Das Corned Beef kurz mitdünsten. Dann Zwiebel, Corned Beef und Kartoffeln zu einem Brei zerstampfen, ggf. durch Zugabe von heißem Wasser cremiger werden lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Mit eingelegten roten Beten, sauren Gurken, Matjes oder Hering und Spiegelei servieren.

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7 Antworten to “Labskaus”

  1. Balu Says:

    Ich wollte immer schon mal nachschauen, ob dieses glibberige Zeug in den Dosen nun Fett ist oder andere Fleischsäfte. Aspik z.B. ist meines Wissens kein Fett, sondern eher Gelatine – und die wiederum ist ein tierisches Eiweiß…

    Vielleicht hat da wer einen Tipp?

    Bei Wikipedia findet man nicht viel unter “Glibber” :-)

  2. Barbara Says:

    Mutig! :-)

    So als Süddeutsche habe ich da ja meine Vorurteile… ;-) Aber ich muss echt sagen, so ohne reingemanschtes grün und rot sieht es sogar recht gut aus, das würde ich glatt probieren!

  3. Barbara Says:

    Ich bin gefragt worden, ob das Corned Beef dafür das ist, was wir so bezeichnen, also aus Südamerika und mit Rindfleisch, oder ob es das “deutsche Corned Beef” ist, das ich nicht kenne, aber irgendwie anders sein soll, mit mehr Fett angeblich? Wisst Ihr da Bescheid? Viele Grüße!

  4. chaoskueche Says:

    Hallo Barbara,

    Wir hatten Corned Beef aus Brasilien. Das hat wunderbar funktioniert und ist auch das, was meine Mutter immer verwendet hat. Ich bin auch kein Corned Beef-Experte. Gibt es wirklich verschiedene Sorten? Wikipedia weiß das folgende: http://de.wikipedia.org/wiki/Corned_Beef

    Liebe Grüße,
    die Chaosküche

  5. Barbara Says:

    Danke!

    Ich dachte auch, dass es nur das aus Brasilien gibt, habe aber jm. versprochen, nachzufragen… Evtl. wird das dt. “Frühstücksfleisch” von manchen umgangssprachlich als Corned Beef bezeichnet und das führt zu Missverständnissen.

  6. Labskaus nach Art des Hauses (ungeschützt) samt Spiegelei und nicht im Bilde: nahrhaft gespickter Rollmops | kulinaria katastrophalia Says:

    [...] nicht allzu sehr zu beeinträchtigen (Chaosküche ist da wagemutiger). Die Mischung ist eh variabel und sehr anpassunsgfreudig an allerlei Ausprobiererei — eine [...]

  7. Bernd Says:

    Moin Moin!

    Also bei uns zuhause werden noch ein kleiner Schuss Milch, Gurkenwasser und 2-3 EL Saft der Roten Beete untergemischt.

    Beigabe des Matjes lieber separat, nicht drin. Das gibts auch manchmal.

    Beste Grüße von der Elbmündung!

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